DER Grund, warum sich deine Kunst nicht verkauft

Kunst verkaufen Tipps

„Kunst lässt sich einfach schlecht verkaufen.“ – „Es gibt einfach zu viele Künstler und zu wenig Menschen, die etwas kaufen.“ – „Kunst lässt sich schwierig vermarkten.“ Alles Quatsch! Aber es gibt einen ganz wichtigen Punkt, den die meisten Kreativen einfach ignorieren. Und genau deswegen verkauft sich deine Kunst einfach nicht.

Warum sich deine Kunst nicht verkauft

Kunst verkaufen bedeutet mehr als nur tolle Werke zu schaffen

Viele Kreative sprühen nur so vor Ideen. Sie malen die tollsten Bilder, erschaffen grandiose Kunstwerke. Und dennoch verdienen sie oftmals nicht mehr als ein paar hundert Euro im Monat mit dem, was sie lieben (oftmals machen sie sogar Verlustgeschäfte, wenn man dann das Geld für Farben, Werbemaßnahmen, Ausstellungsflächen usw. dagegen rechnet).

Woran liegt das?

Am künstlerischen Können?

Mitnichten.
Denn für jedes Bild und Kunstwerk gibt es jemanden, der genau DAS gesucht hat und kaufen will.

Es liegt einzig und allein am Verkaufen. Wer sich nicht richtig vermarktet, scheitert schnell mit seinem kreativen Business. Wohingegen derjenige, der das kleine Marketing-Einmaleins fleißig gelernt hat und anwendet, auch schon mit wenig Aufwand und Übung erfolgreich verkauft.

Und genau dabei gibt es einen ganz besonders wichtigen Punkt, den ich dir aufzeigen möchte. Lass mich dir dafür ein kleines Beispiel geben.

Die Sache mit dem Verkaufen… und der wichtigste Punkt dabei

Vor ein paar Tagen war ich auf einem Fest. Es war ein Stadtfest in einer mittelgroßen Stadt, das sich durch das gesamte Stadtzentrum zog. An Besuchern mangelte es nicht, viele Menschen drängten sich an diesem wunderbaren Sommertag mit perfektem Wetter durch die Fußgängerzonen und bummelten von Stand zu Stand.

Auch mein Kunstverein beteiligte sich an diesem Fest und etliche Künstler des Vereins (ich auch) hatten Marktstände und Zelte aufgebaut und boten ihre Kunst zum Verkauf an. Am Ende eines langen Tages war zwar die Stimmung unter den Künstlern noch gut – aber bei den meisten waren die Portemonnaies leer.

Die meisten hatten nicht ein Bild, nicht eine Skulptur oder Fotografie verkauft – und das, obwohl sie durchaus viele Besucher an ihren Ständen und viele Komplimente bekommen hatten.

Ich hörte viele sagen: „Na ja, das Publikum war einfach nicht so kunstinteressiert.“ oder „Wer will heute auch schon noch Kunst kaufen?“ oder „Kunst wird eben einfach nicht mehr wertgeschätzt, die Menschen wollen nicht mehr so viel Geld für ein Bild ausgeben.“

Ich sage dir, was wirklich das Problem war, warum sie nicht verkauften!

Wenn der Wurm dem Angler schmeckt, aber nicht dem Fisch…

Das, was die Künstler anboten, war einfach nicht das, was die Menschen haben wollten.

Und damit meine ich NICHT, dass die Bilder schlecht oder die Kunstwerke es nicht wert waren, gekauft zu werden. Im Gegenteil!

ABER:

Ich habe Kunststände gesehen, an denen Bilder für 800 Euro und mehr angeboten wurden. Wenn du jetzt mal darüber nachdenkst:

Jemand, der bereit ist, 800 Euro und mehr in ein Bild zu investieren – würde er auf einem Stadtfest, auf einem Kunstmarkt sein Werk auswählen?

  • WO sucht dieser Kunde nach einem neuen Bild für sein Zuhause?
  • Auf der Straße? Am Markstand?

Eher nein, oder?

WO sucht dieser Mensch nach einem neuen Bild?

  • Vermutlich in einer guten Galerie.
  • Auf einer Ausstellung in schönem Ambiente. Einer Vernissage.
  • Vielleicht auch noch in einem gehobenen Geschäft, in dem ein Künstler gerade ausstellt.
  • Vielleicht fährt dieser Kunstsammler auch direkt zum Atelier des Künstlers und kauft dort.

Aber er wird sicher nicht 1.000 Euro in seinen Geldbeutel gepackt haben und losgezogen sein, um auf dem Stadtfest ein neues Bild zu kaufen.

Merkst du, was schiefgelaufen ist?

Das, was die Künstler anboten, war einfach nicht das, was die Menschen haben wollten.

Das Angebot passte bei vielen ausstellenden Künstlern auf diesem Stadtfest nicht mit der Nachfrage zusammen.

Was sucht dein Interessent über welchen Verkaufskanal?

Was suchen Menschen, die über ein Stadtfest bummeln (abgesehen von etwas zu essen und zu trinken 😉)?

  • Vermutlich eher kleinpreisige Artikel.
  • Eine nette Geschenkidee für den nächsten Geburtstag.
  • Einen Dekoartikel für Zuhause.
  • Eine Postkarte für die Oma.
  • Ein Lesezeichen.
  • Etwas zum Spielen für die Kinder.
  • Hübsch gestaltete Gutscheine.

All solchen Krimskrams eben, der, ohne groß übers Budget nachzudenken, mitgenommen wird – mit dem guten Gefühl, sich etwas „gegönnt“ zu haben.

Und genau SO verkaufst du dann eben auch als Künstler auf einem Markt.

Dein Angebot muss zum Ambiente und zu den Menschen passen, denen du deine Kunst anbietest.

Das Erfolgsschema ist überall dasselbe

Das gilt nicht nur für den Kunstmarkt und das nächste Straßenfest, sondern auch für die Galerie (hier bist du mit Lesezeichen und Dekoartikeln völlig fehl am Platz), deine nächste große Ausstellung, deinen Online-Shop, dein Geschäft auf Etsy oder Dawanda.

!!! WEM willst du über WELCHEN WEG etwas verkaufen?
!!! Und WAS passt genau da dazu?

Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, deine Bilder für 800 Euro und mehr anzubieten! Aber sie passen eben nicht in jeden deiner Verkaufskanäle hinein.

Wähle immer mit Bedacht aus und schmeiß nicht all deine künstlerischen Werke auf JEDEN Markt, den du bedienst.

Diversifiziere, mach dir bewusst Gedanken darüber, welches Werk, welches Produkt welchen Weg gehen soll zum Kunden!

Erfolgreich Kunst verkaufen

Kunst verkaufen: WO verkaufst du genau WAS?

  • Welche Produkte verkaufst du auf Dawanda?
  • Was zeigst du deiner Community auf Facebook?
  • Was ist in deinem Online-Shop zu finden?
  • Was darf mit auf die nächste Ausstellung?
  • Was bietest du Galeristen von dir an?

Sei ehrlich: Hast du schon wirklich ganz bewusst mal darüber nachgedacht, dein Angebot aufzuteilen? Oder ganz bewusst hinzusehen, wem du was über welchen Weg eigentlich anbietest?

Oder hast du einfach bislang immer alles genommen, was du hattest, und hast es über diesen und jenen Weg einfach versucht zu verkaufen?

(keine Sorge – so geht es den meisten. Auch ich habe früher genau diesen Fehler gemacht)

Du bist kreativ und vielfältig – zeige das ruhig auch!

Stimme ganz bewusst dein Angebot IMMER auf den Zielkunden ab, den du bedienst!

Dazu musst du nicht erst 100 verschiedene Werke kreieren. Du kannst von einem Originalbild zum Beispiel auch Postkarten und Lesezeichen bedrucken lassen, Tassen bedrucken oder T-Shirts, hübsche Gutscheinkärtchen gestalten oder auch Kunstdrucke und Poster anbieten. – Wenn du magst, natürlich nur!

Du musst nicht jeden Kanal bedienen! Setze Prioritäten!

Wenn du keinen Bock auf Lesezeichen und Postkarten hast, dann ist der Kunstmarkt am Stadtfest nicht das Richtige für dich – dann ist das verschwendete Zeit. Investiere die dann lieber in die Akquise für Galerie-Kooperationen oder eine tolle Ausstellung, bei der deine exklusiven Werke gut zur Geltung kommen (und Käufer finden!).

Der wichtigste Punkt, warum du deine Kunst nicht verkaufst, ist, dass dein Angebot nicht zum Interesse deines Kunden / Besuchers passt.

Du bedienst den falschen Kanal bzw. bietest das falsche Produkt auf deinem Kanal an.

Deswegen mach dir Gedanken:

  • WEM willst du über WELCHEN WEG etwas verkaufen?
  • Und WAS passt genau da dazu?

Wenn du diese Frage für dich ganz bewusst beantwortest, bist du einen riesigen Schritt weiter auf dem Weg zu einem stabilen Einkommen als kreative/r Unternehmer/in!

Und wenn du magst, helfe ich dir dabei, genau Fragen wie diese zu klären und ein stimmiges Erfolgskonzept mit dir für dein kreatives Business zu entwickeln:

Werde Teil einer starken Gemeinschaft und sei dabei in meiner Kreativ Erfolgreich!-Mastermind! Mit einem starken Netzwerk im Rücken und meiner persönlichen Begleitung sowie zahlreichen Trainings und Tutorials kommst du ganz gezielt voran und lässt deinen Traum vom kreativen Business endlich erfolgreich Wirklichkeit werden!

Kreativ Erfolgreich! Mastermind mit Clarissa

Alles Liebe,

Deine

Clarissa

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2 Replies to “DER Grund, warum sich deine Kunst nicht verkauft”

  1. Schöner Artikel liebe Clarissa und ich stimme Dir voll und ganz zu! Es ist essentiell verschiedene Produkte für verschiedene Märkte bzw Kanäle zu haben (oder dann ab jetzt zu erstellen 🙂 ).
    Alles Liebe,
    Diana

    1. Hallo Diana, vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ja, das ist wirklich ein ganz wichtiger Punkt, der so oft vernachlässigt wird – und der so vieles verändern und verbessern kann, wenn man ihn berücksichtigt 🙂 Ganz liebe Grüße an dich! Clarissa

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