Den eigenen Stil finden: Du selbst und erfolgreich sein

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn darauf gekommen bin, diese lustigen Tierchen zu malen. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Indem ich angefangen habe, an einer Sache dranzubleiben, bis sie sich so entwickelt hat. Wir Kreativen haben oftmals 1000 Ideen im Kopf. Aber es ist wichtig, seinen eigenen Stil zu finden, um gesehen zu werden.

Den eigenen Stil finden: Warum eigentlich?

Was genau bedeutet das eigentlich, den eigenen Stil zu finden? Hat nicht jeder ohnehin schon seine ganz eigene Kreativität, seine eigene Art und Weise, etwas zu malen? Ja, sicher. Aber dass dieser Stil richtig deutlich und für die Außenwelt sichtbar wird, dafür braucht es Übung, Weiterentwicklung und die Motivation, dranzubleiben.

Bei vielen Kreativen mögen jetzt schon die Alarmglocken schrillen: Wie, ich soll nur noch EINE Richtung verfolgen? Womöglich NUR noch Portraits oder Landschaften oder Tiere malen? Aber ich will doch so vieles ausprobieren, ich habe jeden Tag eine neue Idee, was ich malen und erschaffen möchte!

Keine Sorge: Das sollst du ja auch weiterhin tun können. Es geht nur darum, dass andere Menschen sofort erkennen können, dass alle Bilder, die du gemalt hast, deine Handschrift tragen.

Das hat den Vorteil, dass

  • du wiedererkennbar bist
  • du deine Kunst besser vermarkten kannst
  • du für Sammler und „Fans“ interessant wirst.

Stell dir vor, jemand hat ein Bild bei dir gekauft. Das hat ihm so gut gefallen, dass er gerne noch ein weiteres Bild von dir kaufen möchte. Er schaut also auf deine Website und findet dort aber auf einmal ganz andere Werke vor als das, was er von dir erstanden hat. Möglicherweise ist er dann enttäuscht, weil seine Erwartung einfach eine andere war.

Hast du dagegen Bilder in derselben Stilrichtung im Angebot (auch wenn es ganz andere Motive sind!), ist die Chance groß, dass dein Käufer wieder etwas für sich findet – und sich zu einem treuen Stammkunden entwickelt.

Wie findet man denn nun den eigenen Stil?

Aus meiner Erfahrung heraus:

  • Indem du deinem Herzen folgst.
  • Indem du malst, malst und nochmals malst.

Den eigenen Stil über dein eigenes Wesen finden

Den eigenen Stil finden, bedeutet, nicht (länger) sich an anderen Künstlern, Kreativen und tollen Kunstwerken zu orientieren, an Kunstlehrern und Professoren – sondern dem eigenen Herzen zu folgen.

  • Hast du schon einmal probiert, einfach drauflos zu malen?
  • Was genau taucht dann auf?
  • Wie sehen deine Bilder aus, wenn du ohne den Gedanken an ein bestimmtes Endergebnis einfach losmalst?
  • Wenn du skribbelst, zeichnest, malst, mit den Pinseln, Stiften und Farben spielst?

Vielleicht sind es bestimmte Farben, die dich ausmachen.
Vielleicht ist es ein bestimmter Pinselstrich, der charakteristisch für dich ist.
Vielleicht tauchen immer wieder dieselben Motive, Muster oder Linien in deinen Werken auf.

Nimm dir Zeit, um deine Werke zu betrachten, die auf intuitive Weise entstehen – seien es kleine Skizzen oder große Bilder. Was haben sie gemeinsam?

Und wenn du bislang eher verschiedenen Richtungen gefolgt bist und experimentiert hast – wo hat es dich besonders hingezogen? Was hat am meisten Spaß gemacht – welche Art von Bild und was genau innerhalb des Malprozesses?

Den eigenen Stil findest du nicht, indem du im Kopf akribisch danach suchst. Höre auf den Herz und lasse dir von deiner inneren Stimme flüstern, wo es dich hinzieht und was dich ausmacht. Was du malst, bist DU. Jedes Bild ist ein Spiegel deiner Persönlichkeit und deiner Seele und deine ganz eigene Spur, die du in der Welt hinterlässt!

Den eigenen Stil finden durch malen, malen und nochmals malen

Was dich sicherer macht in deinem eigenen Stil, ist das Malen selbst. Dranzubleiben und immer weiter zu malen, fördert deine kreative Entwicklung und macht dich selbstbewusster und mutiger, einfacher loszulassen und deinem eigenen Herzen zu folgen.

Ich bin vor einigen Jahren auf eine amerikanische Art-Challenge gestoßen. Jeder Künstler, der mitmachte, sollte sich für ein Thema seiner Wahl entscheiden und dazu 100 Kunstwerke malen. Genau, 100 an der Zahl. Ein Zeitraum war nicht vorgegeben. Aber das Ziel war, eben diese 100 Bilder zu malen und durch diese große Anzahl an Werken zu einem Thema oder einer eigenen Vorgabe eine Weiterentwicklung zu erfahren und auch sehen zu können.

Ich habe mitgemacht und die Erfahrung war gigantisch! Damals hatte ich mich dazu entschlossen, „verrückte Tiere“ zu malen. Ich hatte mir verschiedene Themenideen aufgeschrieben und mich schließlich für diese entschieden. Keine Ahnung, wie ich darauf kam 😀

Ich begann also zunächst zögerlich mit einigen abstrakteren Tierbildern, experimentierte mit Hintergründen, Figuren, verschiedenen Tieren, Farben, Mustern, Vorgehensweisen. Bei 100 Bildern hat man viele Möglichkeiten, etwas auszuprobieren! Und das ganz ohne Zwang, denn schließlich ging es um den Prozess als solches, wir hatten eine geschützte Facebook-Gruppe zum Austausch untereinander und nichts musste an die Öffentlichkeit.

Frank
Eines der ersten Bilder meiner „Verrückte Tiere“-Challenge
Living-in-peace
Ein weiteres Bild aus der Challenge, weiter fortgeschritten
Lotta_72dpi
Ziemlich am Ende der Challenge – Finden meines eigenen Stils

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Challenge hat mich gelehrt, dass es wichtig ist, wirklich an einer Idee dranzubleiben. Natürlich hatte ich in der Zeit wieder viele andere Ideen im Kopf – aber ich habe gelernt, sie zurückzustellen um EINE Sache wirklich richtig weiterzuverfolgen. Nur so hatte ich die Chance, mich wirklich mit meinem ganz eigenen Malstil auseinanderzusetzen und herauszufinden, was meine Kunst ausmacht – und wofür sie steht.

Ich kann heute sagen, dass mich dieser Prozess dorthin gebracht hat, wo ich heute bin. Und auch heute noch verfolge ich das Konzept, indem ich beispielsweise nicht jede erstbeste Idee sofort in ein verkaufsfähiges Bild umsetze.

Manche Bilder male ich nur für mich – und andere sind gezielt für den Verkauf gedacht.

So bleibe ich für mich in dieser fröhlichen, wunderbare abwechslungsreichen Vielfalt – und zeige mich dennoch in meinem ganz eigenen, wiedererkennbaren Stil.

Auch halte ich mich mittlerweile, so oft es geht, an das Prinzip der Serie. So haben Sammler die Möglichkeit, mehrere Bilder einer Serie zu kaufen und ich kann zum Beispiel 5 Bilder einer Serie besser gemeinsam vermarkten als ein einzelnes Bild.

Den eigenen Stil finden: Einfach ausprobieren!

Probier es doch einmal aus und setze dir ein Ziel: 50 oder 100 Bilder zu einem Thema? Sie müssen auch nicht riesengroß sein, auch kleine Formate sind erlaubt (es sei denn natürlich, deine persönliche Challenge sind Großformate :-D).

Den eigenen Stil zu finden, bedeutet nicht nur, sich als Künstler besser vermarkten zu können. Es bedeutet auch, mehr Erfüllung im Malen zu finden, weil man wirklich aus dem Herzen heraus malt. Ich wünsche dir, dass auch du im Malen mehr und mehr zu dir selbst findest und deinen ganz eigenen Stil und Weg finden kannst!

Hab einen kreativen Tag!

Alles Liebe,

deine

Clarissa

P.S. Du willst nicht nur deinen eigenen Stil festigen, sondern dich als KünstlerIn wirklich als Marke etablieren? Du willst herausfinden, was deine Kreativität wirklich ausmacht – und wie du ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelst, mit dem du kreativ erfolgreich wirst? Dann sei dabei – in meiner Kreativ Erfolgreich!-Mastermind! In der exklusiven Community mit Künstlern und Kreativen kommst du Schritt für Schritt und mit starker Begleitung an deine kreativen Ziele!

Kreativ Erfolgreich! Mastermind mit Clarissa

 

 

Das könnte dich auch interessieren:

4 Kommentare bei „Den eigenen Stil finden: Du selbst und erfolgreich sein“

  1. Liebe Clarissa,
    wieder ein wundervoller, sehr inspirierender Artikel. Morgen geht’s in Urlaub und die Malsachen sind mit eingepackt.😊
    Ich nehme die Herausforderung an und werde 100 Bilder zu einem Thema malen. Das ist eine tolle Idee. Danke dafür.
    Liebe Grüße Sabine

    1. Hallo liebe Sabine, vielen lieben Dank! Das ist ja schön, dass du deine Malsachen mitnimmst in den Urlaub – und die Challenge annimmst, 100 Bilder zu malen! 😀 😀 Ich bin total gespannt, was du berichten wirst – und wie sich deine Bilder zu einem Thema im Laufe der 100 Werke verändern werden! Ich bin sicher, du kommst dir selbst dabei immer näher. Ich wünsche dir einen tollen Urlaub!! Ganz liebe Grüße an dich, Clarissa

  2. Hallo liebe Clarissa,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich habe gerade zur Kunst zurückgefunden und bin manchmal etwas hilflos. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend sehr viel gemalt und gezeichnet und das dann einige Jahre aus den Augen verloren. Jetzt binich auf der Suche nach meinem eigenen Stil. Dein Artikel hat mir schon viele Anregungen dazu gegeben. Ich habe noch ein Frage dazu, vielleicht magst du mir ja antworten. Findest du, dass es zwingend erforderlich ist die Basics zu üben, bevor man seinen eigenen Stil entwickeln kann? Ich meine Zeichentechniken wie Schattierungen, Perspektiven…? Lieben Dank und herzliche Grüße Patrizia.

    1. Hallo liebe Patrizia! Vielen Dank für deine Zeilen! Ich habe deine Frage aufgenommen und werde einen Blogartikel dazu machen 🙂 Vorab schon mal ganz kurz: Ich denke nicht, dass du die Basics zwingend brauchst, um einen eigenen Stil zu entwickeln. Vielmehr kann zu viel Wissen über Techniken auch hinderlich sein, weil man dann gehemmt ist, etwas Neues auszuprobieren oder von den erlernten Regeln abzuweichen. Meine Erfahrung: Mit der Praxis (malen, malen, malen…) kommt die Technik, die du für DEINEN Stil brauchst, wie von allein! Du wirst dich technisch aus dir selbst heraus weiterentwickeln, je länger du am Malen dranbleibst! <3 Ganz liebe Grüße an dich und weiterhin viel Freude beim Kreativsein, Clarissa

Schreibe einen Kommentar