Die eigene Kunst verkaufen: Trotz 400k Umsatz einfach vergessen

Ich habe über Jahre ein kreatives Unternehmen geführt – und damit zu Spitzenzeiten fast eine halbe Million jährlichen Umsatz gemacht. Aber obwohl ich ständig kreativ tätig war und unzählige Motive gemalt habe, habe ich nicht ein einziges eigenes Bild verkauft. Meine eigene Kunst blieb auf der Strecke.

Vielleicht kennst du das auch: Du bist Künstlerin oder Künstler im Herzen. Vielleicht auch schon auf dem Weg. Oder schon lange selbstständig. Und obwohl du eigentlich genau weißt, was du mit voller Leidenschaft tun und womit du die Stunden deiner Tage füllen möchtest, läuft dein Alltag anders ab: Du bist kreativ – aber für andere.

Du gibst Kurse, Unterricht. Du übernimmst Auftragsarbeiten, Grafiken, Illustrationen – die zwar Geld einbringen, aber dich nicht zu 100% erfüllen. Eigentlich möchtest du deine eigene Kunst verkaufen – aber in deinem Kopf nagen die Zweifel. Wer kauft heute schon noch Kunst? Wo sollst du überhaupt sichtbar werden? Und wer bitte bist du eigentlich, dass ausgerechnet du denkst, du wärst gut genug für den Kunstmarkt?

Kennst du solche Gedanken?

Vielleicht bist du auch schon künstlerisch tätig. Aber die Kunst, die du rausgibst, ist nicht die, die du eigentlich machen willst. Du hast dich stattdessen entschieden, sie „marktfähig“ zu machen, auch wenn dich das eigentlich langweilt…

Mir persönlich hat es immer unglaublich viel Freude gemacht, andere Menschen wieder mit ihrer Kreativität zu verbinden – sei es über meine Bücher oder meine Kurse. Ich liebe es auch heute noch! Und doch hat lange etwas Entscheidendes gefehlt: Mit meiner eigenen Kreativität wirklich sichtbar zu sein.

Die eigene Kunst verkaufen … und die Zweifel

Ich habe meine eigene Kunst zurückgestellt. Um für andere da zu sein. Aber vor allem hatte ich Zweifel, die mich abgehalten haben: Bin ich gut genug für den kreativen Markt? Ist meine Kunst nicht zu naiv, zu einfach, zu kindlich? Ich hatte Angst, nicht zu genügen. Angst, zu scheitern. Das Unterrichten war der sichere Weg, hinter dem ich mich verstecken konnte. Aber etwas fühlte sich nicht rund an. Wer Künstlerin oder Künstler im Herzen ist, kann gar nicht anders, als früher oder später seinem eigenen künstlerischen Weg zu folgen.

Es geht nicht darum, es direkt hauptberuflich zu starten.

Aber überhaupt sichtbar zu werden als Künstler oder Künstlerin!

Sich die Erlaubnis zu geben, sich so zu benennen.

Die eigene Kunst wertschätzen lernen.

Für sich kreativ sein – und dann aus purer Freude heraus mit der Welt teilen.

Wenn du dich auch noch versteckst oder zweifelst: Hab den Mut, dich zu zeigen! Habe den Mut, es zu probieren, wovon du schon lange träumst! Kein Projekt ist zu groß, kein Traum zu abwegig. Es geht darum, es zu versuchen. Und dir selbst treu zu sein auf deinem Lebensweg.

Und wenn du scheiterst.. na und?!

Was kann schon passieren? Wenn du scheiterst, hast du eine Menge auf deinem Weg gelernt. Es war lebendig, erfahrungsreich und ehrlich. Wenn du es nicht einmal versuchst, scheiterst du direkt – daran, es gar nicht erst probiert zu haben.

Ich persönlich habe für mich die Entscheidung getroffen, dieses Leben nur noch ganz authentisch und echt zu leben. Keine Kompromisse mehr zu schließen damit, wie ich meine Zeit verbringen und was ich ausdrücken, teilen, zeigen, anbieten möchte. Ich möchte in diesem Leben alles sein, was in mir nach außen drängt. Und nichts mehr zurücklassen oder verstecken.

Ich mache nun all das, was mir große Freude bringt – und auf einmal ist es auch ganz leicht, damit sichtbar zu sein. Es ist kein „lästiges Muss“ mehr, beispielsweise auf Social Media etwas zu teilen. Denn ich teile einfach meinen Prozess, all das, womit ich mich künstlerisch beschäftige. Ohne die Erwartung, dass es „ankommen“ muss oder „zu etwas passen muss“. Ich probiere aus, folge keinem festen Pfad, sondern meinem künstlerischen Ich.

Ich teile, was ist – und freue mich über Resonanz, sie ist aber nicht Bedingung. Und genau durch diese Echtheit entsteht Resonanz!

Der künstlerische Weg mag nicht der leichteste sein – aber er ist zugleich ein so lebendiger und wahrhaftiger! Ich kann dir nur Mut machen, deinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Lauf einfach los. Lasse dich treiben – als künstlerischer Mensch bist du ohnehin gut angebunden an deine Intuition. Folge ihr und sie wird dir den Weg ebnen. Erwarte nichts – aber sei offen für alles!

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