Eine kleine Kreativübung für zwischendurch – mit viel Spaß :)

Kreativübung

Du hast nicht immer Zeit, dich stundenlang an den Maltisch zu setzen – aber du möchtest im kreativen Flow bleiben? Dann schieb doch einfach einmal eine kleine Kreativübung zwischen deine Alltagsaufgaben. Schon ein paar Minuten reichen aus, um richtig viel Spaß am Malen zu haben, zu entspannen – und vor allem deinen Kreativmuskel zu trainieren!

Der One-Liner als Kreativübung: Sehen lernen und Spaß dabei haben

Nimm dir einfach ein Blatt Papier in die Hand und einen schwarzen Fineliner oder Filzstift (wenn du vorhast, das Bild später farbig zu gestalten, wähle entsprechend Aquarellpapier aus und achte darauf, dass dein Fineliner wasserfest ist!).

Und nun male einfach aus der Laune heraus eine in sich geschlossene Form.

Die kann rund, kantig, geradlinig, länglich, oval, dreieckig oder auch eine absolut bunte Mischung als alledem sein. Verlasse dich einfach auf dein Gefühl beim Malen und kritzele einfach einmal drauflos!

Wichtig ist, dass du nicht allzu lange darüber nachdenkst, was du da tust und es gar nicht bewertest.

Es geht NICHT um ein Ergebnis – sondern einfach um den kreativen Flow!

So sah das bei mir aus:

Schau mal auf mein Bild – was kannst du erkennen?

Unser Gehirn ist es gewohnt, das, was wir wahrnehmen, in Kategorien einzuteilen und in Schubladen zu stecken (unser innerer Kritiker ist übrigens ein leidenschaftlicher Schubladen-Sortierer – deshalb protestiert er auch lauthals, wenn wir etwas malen, was NICHT in eine Schublade passt!). Sprich, dein Gehirn sucht in deinem Gekritzel etwas Bekanntes.

Du wirst erstaunt sein, was du alles in deinem Werk sehen kannst!

Ich habe die kleine Kreativübung meiner Facebook Community präsentiert und sie gefragt, was sie darin sehen können. Ich war absolut überrascht, wie viele verschiedene Antworten dazu kamen! Und es war spannend, all diese Antworten herzunehmen und zu versuchen, sie in dem Bild auch tatsächlich selbst zu sehen.

Hier eine kleine Auswahl für dich der Ideen, die gepostet wurden.
Welche davon siehst du in dem Bild?

  • Eine Taube
  • Ein Kamel
  • Ein Kopf als Karikatur
  • Ein Wurm mit Riesennase
  • Ein Mann mit großer Nase und großen Ohren
  • Eine Rennschnecke mit Turboantrieb
  • Eine Ente auf einem Surfbrett
  • Ein fliegendes, lachendes Gespenst (das Bild nach links gedreht)

Was siehst du in deinem Bild?

Versuche jetzt, in deinem eigenen Bild jetzt verschiedene Dinge zu sehen.

Du kannst dein Bild dafür auch immer um 90° drehen und sehen, wie du wieder neu „siehst“ und dir immer wieder neue Ideen kommen.

Das Schöne an dieser Übung ist, dass du lernst,

  • einfach mal ohne Erwartung drauflos zu malen,
  • ein Bild aus verschiedenen Perspektiven heraus zu sehen,
  • Spaß zu haben beim Entdecken, wie ein Kind,
  • neue Ideen zum Malen zu finden.

Wie wäre es mit Farbe?

Wenn du magst, nimm jetzt Farben und Pinsel in die Hand und gib deiner gemalten Form ein „Gesicht“. Wähle dazu eine der Ideen aus, die dir beim Betrachten in den Sinn kamen – oder fange das Spiel noch einmal von vorne an und entdecke etwas völlig Neues in deinem Bild.

Ich habe mich dafür entschieden, das Bild mit Aquarellfarben, Farbstiften und Tintenstiften fertigzustellen. Dafür bin ich meinem Gefühl gefolgt und habe mich für ein Fantasiegeschöpf entschieden, das mir direkt ins Auge gesprungen ist, als ich auf meine Linien geschaut habe.

Und auch beim Malen ging ich ganz intuitiv nach Gefühl vor.

Ich wählte die Farben nach Lust und Laune aus und spielte damit auf dem Papier.

Ich setzte hier und da Akzente mit Finelinern und Farbstiften und kritzelte teilweise ganz wild über das Bild. Es war auch egal, wenn hier und da mal etwas über den Rand hinausging. Ich hatte einfach viel Freude am Tun!

Auch habe ich mich nicht von den Linien, die ich zuerst gezogen hatte, begrenzen lassen.

Stattdessen habe ich mit einem schwarzen Stift noch einiges am hinteren Ende ergänzt und dabei einfach darauf geachtet, wo meine Hand hin will.

Lustig, oder? 😀

Probiere es einmal aus:

Nimm Pinsel oder Stifte in die Hand und lasse dich einfach führen.

Dein inneres Kind weiß genau, WIE es jetzt Spaß haben will und dien Bauchgefühl sagt dir, an welchen Stellen es noch Farbe, Muster, Linien braucht.

Hab Freude am Kreativsein – ganz ohne Druck und Erwartungen!

Kreativübung: Immer wieder erfrischend anders und überraschend

Die kleine Kreativübung kannst du immer wieder machen. Das „Ausmalen“ ist nur eine Option – auch zwischendurch kannst du einfach Linien ziehen und sehen, was du darin entdeckst. Ergänze dann einfach dein Bild mit einem Stift noch ein wenig – und schon hattest du ein paar Minuten Spaß an deiner Kreativität!

Je häufiger du solche Übungen machst, umso leichter wird es dir fallen, dich beim Malen auf dein Gefühl zu verlassen – und neue Ideen aus dir heraus zu entwickeln.

Viel Spaß wünsche ich dir dabei!

Alles Liebe,

deine

Clarissa

P.S. Wenn du magst, kannst du mir gerne jederzeit deine kreativen Werke per E-Mail schicken und zeigen – oder auch auf Facebook mit mir und meiner Community teilen! Ich freue mich!

2 Kommentare bei „Eine kleine Kreativübung für zwischendurch – mit viel Spaß :)“

  1. […] Zu allererst habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie mein Einhorn aussehen soll. Ich liebe zwar Einhörner, aber die meisten Abbildungen sind mir einen Tick zu kitschig ? . Deshalb habe ich mir keine Vorlage gesucht, sondern habe mich einfach mit Papier und Bleistift hingesetzt und experimentiert. […]

  2. Das ist ja eine tolle Idee!
    Ich habe jetzt meinen Aquarellblock in 4 gleichgroße Felder eingeteil. So kann ich immer an einem der vier Felder kreativ sein…mal mit Stiften, in dem anderen mit Aquarellfarbe…egal. Und wenn alle Felder fertig sind, löse ich das Blatt aus dem block und habe den gleich 4 schöne Bildchen. Zumindest ist das mein Plan 🙂

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