„Kreativität ist mein Lebensanker“ – Kreativ-Interview mit Kathleen Rother

Ein weiteres Juwel in meiner Kreativ-Interview-Reihe: Heute darf ich euch Kathleen Rother vorstellen. Kathleen ist Grafikdesignerin und Inhaberin von kaaro. Marketingplanung und Grafikdesign. Sie betreibt die Seite kathleenrother.de, auf der sie Grafik-Basics und Kreativitäts-Tipps für Geschäftsfrauen vermittelt.

Liebe Kathleen, stelle dich doch den Lesern kurz vor: Wer bist du und was machst du?

Liebe Clarissa, zuerst einmal danke für dein Angebot, mich auf deinem tollen Blog vorstellen zu dürfen. Ich bin Grafikdesignerin seit 18 Jahren. Ich habe schon in Agenturen gearbeitet und bin seit 2007 selbständig im Bereich Corporate Design. Das ist auch immer noch mein Schwerpunkt und das, was ich liebe. Seit Oktober 2016 gibt es mich auch im Online-Business mit neuer Positionierung. Ich vermittle Grafik-Basics und Kreativitäts-Tipps für Geschäftsfrauen, die endlich mit einem passenden Design sichtbar und glücklich werden wollen. Ich helfe ihnen ihr Design/Branding selbst umzusetzen oder die Zusammenarbeit mit dem Grafiker optimal zu gestalten. Für die Umsetzung biete ich hilfreiche Blogbeiträge, eMail- und Online-Kurse und persönliche Design-Checks.

Das klingt ja spannend! Du bist ja auch ein sehr kreativer Mensch.
Was genau macht für dich Kreativität aus und was bedeutet sie für dich?

Kreativität ist für mich sehr wichtig, sie ist mein Lebensanker. Und das nicht im Sinne von Kunst produzieren, sondern im Sinne von Lebenskunst. Ich bin sehr kreativ darin, anstehende Probleme zu lösen und meine Träume umzusetzen. Immer einen Weg zu finden.
Ein kleines Beispiel: Vor einigen Jahren eröffnete ich ein eigenes Keramik-Malstudio, obwohl ich überhaupt nicht gut zeichnen kann. Aber ich habe ein sehr gutes Gefühl für Farben, Formen und Raum. Und ich arbeite sehr gern mit Farben. Deshalb konnte ich Keramiken toll bemalen (wenn auch nur mit Mustern) und meine Kunden sehr gut beraten.

Natürlich bin ich kreativ in meinem Job und auch privat bei der Wohnungsgestaltung, bei meiner Kleidung und ich organisiere sehr kreativ tolle Kindergeburtstage.

Ich habe den Leitspruch:

„Kreativität ist nichts anderes, als eine ausgebaute Straße zu verlassen, um neue Wege zu suchen.“ Von Willie Meuerer.

Genau das ist es. Welche Möglichkeiten gibt es, etwas anders zu machen, den normalen Weg zu verlassen? Am besten dann, wenn mir etwas nicht mehr gefällt oder mich hindert! Das kann ich sehr gut. Wem das schwer fällt, kann sich mit Kreativitätstechniken helfen. Auf meinem Blog gibt es dazu auch 2 oder 3 Artikel.
Ich sauge zudem unglaublich gern alles auf, was es in der Welt und bei anderen so zu sehen gibt. Auch das ist eine Form der Kreativität für mich. Denn ich kann immer ganz viel für mich selbst, für mein Leben, meine Familie und meine Kunden nutzen. Natürlich nicht kopiert, sondern ich mache etwas Eigenes daraus.

Du hast vor kurzem einen neuen kostenlosen E-Mail-Kurs im Angebot: „Design selbst gemacht. Was du beachten musst!“ Das klingt super interessant! Worum geht es da genau?

Ja, das ist wirklich spannend und kommt bisher sehr gut an. Diesen Kurs habe ich entwickelt, um kreativen Frauen mit einem eigenen Unternehmen zu helfen. Viele möchten gern, entweder aus Budgetgründen oder weil sie sich selbst einbringen wollen, ihr Design selbst gestalten. Aber, wie das so ist. Die wenigsten sind Grafiker und haben ihr eigenes Kerngeschäft. Aber ohne fachliches Hintergrundwissen und dessen Anwendung schaffen es die wenigsten, ein gutes visuelles Erscheinungsbild umzusetzen. Das kostet zudem noch viel Zeit und Nerven und vergibt Chancen für einen guten Außenauftritt. Besonders Online. Da ist die eigene Webseite der erste Eindruck und nicht die Persönlichkeit, der man vielleicht eine schlechte Webseite nachsehen kann.

In meinem Kurs erläutere ich in 5 Mails, die es alle 2 Tage gibt, die 5 wichtigsten Bestandteile eines guten Designs/Brandings und wie man diese auch selbst umsetzen kann. Allein dieses Hintergrundwissen verhindert viele Fehler, auf die man allein nicht kommt.
Es geht um die Themen Positionierung, Logo, Farben, Schriften und Bilder.

Dann bekommen das also auch Anwender ganz ohne Vorerfahrung im Grafikdesign hin?

Der Kurs ist für Anfänger! Ich beschränke mich extra auf die wichtigsten Grundlagen mit denen sowieso jeder arbeitet. Natürlich gehört für Anfänger ganz ohne Vorerfahrung auch ein wenig mehr Zeit zum Lernen und üben dazu. Aber es ist alles möglich. Auch ohne teure Grafikprogramme. Wer schon Erfahrungen hat (denn viele gestalten schon ansprechende Designs), kann aber auf jeden Fall auch noch viel lernen. Oder wird einfach mit der Nase mal wieder auf den einen oder anderen Punkt gestoßen.
Der Kurs ist ebenso gut geeignet, wenn man einfach mal einen Überblick haben möchte, was Corporate Design überhaupt ist oder bedeutet. Das kann die Zusammenarbeit mit dem Grafiker erleichtern und auch bei der eigenen Positionierung helfen.

Die Anmeldung zum GRATIS-Kurs findet ihr hier: http://richtigebildgroessen.de/email-kurs-design/

Wenn du deinen Kunden 3 Tools / Werkzeuge / Hilfsmittel empfehlen solltest – auf welche sollten sie keinesfalls verzichten, wenn es um ein gutes Grafikdesign geht?

Das Thema hat es natürlich in sich und ist so pauschal nicht zu beantworten. Es kommt ein wenig darauf an wie viel – und wie gut man selbst gestalten will, auf welchem Stand man ist und was der Geldbeutel dazu sagt.

1. Bildbearbeitungsprogramm
Wenn man qualitativ gut selbst gestalten will, kommt man um ein Bildbearbeitungsprogramm nicht herum. Das muss nicht das teure Photoshop sein. Ich weiß aber, dass das sogar viele besitzen. Dann natürlich dieses auch benutzen. Ansonsten ist Gimp zu empfehlen. Das ist eine kostenlose Software, ganz ähnlich Photoshop. PaintShopPro ist komfortabler und kostet ca. 80-120 Euro. Oft reichen auch die Programme aus, die bei einer guten Kamera dabei sind.

2. Vektor-Grafikprogramm
Um ein gutes Logo selbst zu entwerfen, braucht man ein Vektorprogramm. Ansonsten kann man das Logo nicht verlustfrei vergrößern. Kostenlose Varianten sind z.B. Inkscape oder Vektr. Natürlich geht auch das professionelle Illustrator.
Ein Layoutprogramm ist ebenfalls sehr nützlich. Es kommt aber darauf an wie viel man selbst machen will. Hier kann ich CorelDraw oder Pages empfehlen. Wer nur online arbeitet, braucht das eher nicht.

3. Canva
Canva ist das Programm für Grafik-Laien. Die meisten kennen es schon. Absolut zu empfehlen, sehr leicht zu bedienen. In diesem kann man sehr gut und leicht gestalten. Und auch Druckdaten erstellen, falls das nötig sein sollte. Vor allem gibt es sehr viele Vorlagen in vielen gängigen Größen, egal ob online oder offline.

Was würdest du sagen: Was ist das wichtigste, um ein Design zu entwickeln, das zur eigenen Persönlichkeit, zum eigenen Unternehmen passt?

Das ist wie in anderen Unternehmensbereichen auch. Das wichtigste ist die Positionierung:

Welche Ziele, wer bin ich, was will ich, was will ich an wen verkaufen, wie will ich Kunden ansprechen, was will ich aussagen, was sind meine Werte und die Werte meiner Kunden, usw.

Zum zweiten ist die Grundkenntnis von Corporate Identity und als Teilbereich dessen, das Corporate Design, sehr wichtig, um die Positionierung auch richtig und gezielt umzusetzen. Das Corporate Design bietet den Rahmen und die Elemente, um die Persönlichkeit und das Unternehmen visuell gezielt nach außen zu tragen. Innerhalb dieses Rahmens ist viel Spielraum, kreativ die eigenen Besonderheiten zu zeigen. Das Wichtigste für die Umsetzung ist die Beschäftigung mit Farben, Schriften und dem passenden Bildstil.

Du bietest für deine Kunden auch einen Design-Check an. Worum geht es da genau?

Mit dem Design-Check setze ich genau an dem Punkt an. Passen Positionierung und Design zusammen? Sind die Elemente wirklich so aufgebaut und umgesetzt, dass sie das Unternehmen und die Persönlichkeit gezielt nach außen vertreten?

Ich schaue bei meinen Kundinnen ob das gut umgesetzt wird bzw. zeige ganz klar den Optimierungsbedarf auf. Die meisten haben schon im Gefühl, das ihr Design nicht stimmig ist. Da hilft eine Einschätzung und Hilfestellung von der Fachfrau unglaublich weiter. Denn, wenn alles passt, zieht man automatisch die richtigen Kunden an. Wenn nicht, kostet das Zeit, Geld und Kunden.

Der Design-Check beinhaltet:

  • ein Formular zur „Bestandsaufnahme“
  • eine schriftliche Auswertung des Formulars durch mich
  • den Check aller Werbematerialien – online und offline
  • eine Corporate Design-Checkliste
  • anwendbare Tipps zum weiter arbeiten durch mich
  • 0,5 h Skypegespräch um noch offene Fragen zu klären
  • eine Checkliste zur richtigen Ablage der Design-Elemente und
  • einen persönlichen Design-Guide, in dem z.B. die eigenen Farben und Schriften aufgelistet sind.

Ihr findet bei Interesse ausführliche Infos zum Design-Check hier: http://richtigebildgroessen.de/design-check/

Ich habe dich als sehr kreative und engagierte Unternehmerin kennengelernt, die mit viel Herzblut und Leidenschaft Marketingplanung und Grafikdesign vermittelt. Auf was dürfen wir uns in nächster Zeit noch von dir freuen?

Oh, ich habe noch große Pläne. Mein langfristiges Ziel ist es eine Grafik-Akademie aufzubauen. In dieser kann man sich, wie in einem Baukastensystem, mit verschiedenen Online-Kursen sein Design selbst professionell aufbauen. Dazu soll es aber auch noch die Möglichkeit einer persönlichen Beratung mit mir geben.

Da ich meinen kleinen Online-Kurs: „Nie mehr unscharfe Bilder – die richtigen Bild- und Logogrößen selbst anlegen.“ bisher noch gar nicht vermarktet habe, können sich alle kreativen Unternehmerinnen darauf freuen. In 2 Stunden lernt man in diesem Kurs die wichtigsten technischen Grundlagen der Gestaltung.
Denn selbst die besten Gestaltungsregeln nutzen nichts, wenn die Bilder und Logos unscharf sind, die Farben (trotz einheitlicher Werte) in jeder Umsetzung anders aussehen oder es Probleme durch falsch verwendete Bildformate gibt.  Ausführliche Infos und Bestellmöglichkeit hier: www.richtigebildgroessen.de.

Möchtest du den Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Ja, gern. Es ist toll, wenn ihr selbst gestalten wollt, aus welchen Gründen auch immer. Aber euch sollte klar sein, dass es vermutlich nie 100%ig professionell aussieht.

Deshalb mein einer Tipp: entweder die Ansprüche herunterschrauben oder doch einen Profi beauftragen.

Tipp 2: wirklich Zeit investieren, einiges lernen und auch umsetzen. Dann ist ein einfaches, aber professionelles Design durchaus möglich. Lasst euch also nicht entmutigen. Es gibt immer einen Weg.

Sehr wichtig ist es mir noch: macht nicht einfach irgendwas, was euch gerade gefällt und schön aussieht. Vor allem nutzt nicht unbedingt nur eure Lieblingsfarben oder eine Farbkombination, die gerade „in“ ist. Das kann passen, meist ist es aber völlig an der Zielgruppe vorbei. Es geht ja um ein Business und nicht um die private Verwirklichung.
Beides zu integrieren ist dennoch wichtig. Um das richtig in Balance zu bekommen, ist es nötig, sich mit Grundlagen des Designs zu beschäftigen und sich vielleicht auch einmal beraten zu lassen.

 

Wow, so viel Inspiration und neue Ideen für ein gutes Design! Vielen Dank, liebe Kathleen, dass du dich hier als Grafikdesign-Expertin für das Interview zur Verfügung gestellt hast!

Wer mehr über Kathleen Rother erfahren will, schaut mal hier vorbei: www.kathleenrother.de

 

Über Kathleen:
Kathleen Rother ist Grafikdesignerin und Inhaberin von kaaro. Marketingplanung und Grafikdesign. Sie betreibt die Seite www.kathleenrother.de, auf der sie Grafik-Basics und Kreativitäts-Tipps für Geschäftsfrauen vermittelt. Kathleen ist Kreative, Bloggerin und Mutter – vielseitig interessiert, vor allem an Frauenthemen, Natur und Spiritualität. Noch genauere Infos findet ihr auf ihrer Webseite. Den kostenlosen eMail-Kurs: „Design selbst gemacht – was du beachten musst“, findest du hier. Melde dich jetzt an und vermeide viele Fehler bei der Umsetzung deines Designs. Werde eine gute Gestalterin!

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