Meine 8 besten kreativen Learnings aus 2017

Kreative Learnings

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich freue mich auf einen ruhigen und entspannten Jahresausklang. Was ich  2017 mehr denn je über Kreativität erfahren habe und was auch DU daraus mitnehmen kannst, liest du hier!

Ich liebe diese Zeit am Ende eines Jahres, wenn alles ruhiger wird um mich herum und ich ein wenig Zeit habe, um zurückzuschauen. Auch zu diesem Jahreswechsel blicke ich voller Dankbarkeit zurück auf ein Jahr, das mich viel gelehrt und mir viel geschenkt hat. Es gibt vieles, was ich aus 2017 mitnehmen kann und darf, um 2018 richtig grandios zu feiern!

Auch über Kreativität konnte ich in diesem Jahr wieder vieles lernen und mich persönlich weiterentwickeln. Das möchte ich nun gerne mit dir teilen!
Ich sehe Kreativität als einen lebenslangen Lern- und Erfahrungsprozess an. Wir sind nie damit fertig, hier neue Dinge zu entdecken und dazu zu lernen und NOCH mehr aus uns selbst heraus zu malen! Ebenso, wie wir uns selbst ein Leben lang weiterentwickeln, so wächst auch unsere Kreativität mit uns – Jahr um Jahr. Und alles, was du in deinem Leben erfährst und erlebst, fließt in deine Kreativität, in deine Bilder mit ein!

Jetzt aber zu meinen 8 besten Learnings aus 2017 rund um die Kreativität!

1. Kreativität ist alles, was wir kreativ tun

Ich habe in diesem Jahr mehr denn je erfahren, dass Kreativität nicht auf ein bestimmtes Feld, auf einen bestimmten Bereich begrenzt ist. Es ist vielmehr das WIE, das hinter allen Dinge steckt.

WIE tust du die Dinge?

Arbeitest du alles nach Schema F ab, folgst du präzise jeder Anleitung und Vorschrift?

Oder erlaubst du dir, auch einfach mal deinem Gefühl zu folgen, Spaß zu haben, voller Leichtigkeit und neuer, kindlicher Offenheit an ein Projekt heranzugehen?

Kreativ ist, wer etwas auf kreative Weise tut – mit dem Mut, Neues zu entdecken, die Dinge einmal anders zu machen, offen zu sein für neue Erfahrungen.
So kannst du deinen Kreativität nicht nur beim Malen ausleben, sondern auch beim Singen, Tanzen, Werkeln – aber auch bei sämtlichen Alltagsaufgaben, wie beim Tisch decken, beim Aufräumen oder beim Abarbeiten von den Stapeln auf deinem Schreibtisch. Es kommt ganz darauf an, WIE du an diese Dinge herangehst und was du dir erlaubst!

2. JEDER ist kreativ!

Ich habe 2017 viele Kreativkurse angeboten, Tutorials herausgegeben, Anleitungen veröffentlicht, habe Künstler gecoacht und viele Menschen auf ihrem kreativen Weg begleitet.

Immer wieder habe ich diese Zweifel gehört:

„Ich weiß nicht, ob ich kreativ genug bin.“

„Die anderen sind viel kreativer als ich.“

Von wegen!

Ich habe bei wirklich JEDEM, der mit mir in irgendeiner Weise kreativ war, eine ganz eigene Kreativität entdecken können.

Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass JEDER von uns eine großartige, einzigartige und lebendige kreative Kraft in sich trägt. Es kommt nur darauf an, wie mutig wir sind, diese sichtbar zu machen – und wie gut es uns gelingt, den inneren Kritiker und den Perfektionisten in uns in die Schranken zu weisen.

Wenn du das nächste Mal malst oder anderweitig etwas Kreatives tust: Sei dir bewusst, ALLES ist schon in dir! Es geht NUR darum, deine eigenen kreative Sprache zu finden!

Kreativität freilegen ist wie eine Fremdsprache lernen

Das ist ein wenig wie Vokabeln lernen. Je häufiger du dich darin übst, ganz frei deiner eigenen kreativen Kraft, deiner Intuition zu folgen, umso leichter wird es für dich, dich deiner Kreativität ganz hinzugeben. Und wie du dir bei einer Fremdsprache einen immer größeren Wortschatz aneignest, wirst du darüber staunen, wie deine Bilder immer vielschichtiger und facettenreicher werden!

3. Mut, Mut, Mut!

Du hast es in den vorherigen Punkten schon gelesen: Es braucht MUT, um kreativ zu sein bzw. deine Kreativität auszuleben und sichtbar zu machen.

Es ist nur die Angst, die dich daran hindert, deinen ganz eigenen kreativen Weg zu gehen.

Warum?

  • Weil wir immer wieder vergleichen und dann feststellen, dass ja alle anderen so viel besser sind.
  • Weil du glaubst, du bist nicht gut genug und hättest daher die Erlaubnis nicht, kreativ zu werden oder bestimmte Projekte zu probieren.
  • Weil du denkst, dass du dich blamierst, dass dich andere be- und verurteilen könnten.
  • Weil du Angst hast, etwas auszuprobieren, zu scheitern und dann zu frustriert zu sein.
  • Weil du denkst, dass deine kreativen Ideen zu kindisch, zu langweilig oder zu ausgefallen sind. Du glaubst, dass du deine Ideen deshalb gar nicht umsetzen darfst.

Aber weißt du was? Probiere es TROTZDEM!

Folge doch einfach mal deinen Ideen, deinen Eingebungen, deinen spontanen kreativen Impulsen! Es ist NUR dieser eine Knoten, den du auflösen musst!

Und ich verspreche dir, du wirst staunen, was auf einmal auf deinem Papier entstehen wird!

Nur MUT! Das ist alles, was du brauchst!! Alles andere steckt bereits in dir.

4. Kreativität ist die Verbindung mit deinem inneren Kind

Kreativität ist nichts, was wir uns als Erwachsener als „Skill“ anlernen wie eine Programmiersprache oder höhere Mathematik (okay, das würde ich selbst als Erwachsene nicht hinbekommen 😉.).

Kreativität ist schon unser ganzes Leben lang unsere innere Kraft, die uns begleitet.

Zu ihr zurückzufinden bedeutet, auch wieder an den Ursprung zurückzugehen. Zurück in deine Kindheit, in der du noch ganz frei kreativ warst, ohne darüber nachzudenken, was irgendjemand von deinen Bildern hält oder dir vorschreibt, was du zu malen und zu erschaffen hast.

Erinnere dich! Und finde wieder zurück zu deinem inneren Kind. Es wird dir zeigen, was dir im Malen und Kreativsein unendlich viel Spaß macht und unbedingt wieder ein Teil deines Lebens werden sollte!

5. Unperfekt ist perfekt

Perfekt? Ja, das ist natürlich schön. So ein edles Portrait, die fotorealistische Zeichnung, das genaue Abbild eines Gegenstandes. Das ist professionelles Handwerk, keine Frage!

Aber weißt du was?

Für mich ist das Unperfekte gerade so perfekt.

Weil es deine Handschrift trägt.

Deine Persönlichkeit widerspiegelt.

Weil dein Bild dann zeigt, wer du bist und was dich bewegt.

Das Unperfekte macht dein Bild so unverwechselbar und verhilft dir zu deinem ganz eigenen Stil im Malen. Das habe ich dieses Jahr mehr denn je bei all den wunderbaren Happy Birds und den anderen Bildern aus meinen Kreativkursen gesehen. JEDES Bild meiner Teilnehmer war wunderschön! Und keines glich dem anderen! Das lag daran, weil es in meinen Kursen nie darum ging, das Perfekte abzubilden – sondern der ganz eigenen Kreativität zu folgen.

Versuche dir immer wieder beim Malen bewusst zu machen, dass es nicht um Perfektion geht. Sondern darum, dass du dich in deinem Bild wiedererkennen kannst und eine tiefe Verbindung zu ihm hast. Gehe ganz bewusst hinweg über deinen Perfektionisten, der dir vorschreiben will, was du zu tun hast. Male weiter, auch wenn der Punkt kommt, an dem du frustriert bist, weil das Bild nicht deinen Vorstellungen entspricht. Wenn du erst einmal über diesen Punkt hinweg kommst, wird auf einmal alles ganz leicht und voller Freude!

6. Kreativität verändert dein Leben!

Es gelingt dir immer mehr, im Malen deiner Intuition zu folgen, deinen Perfektionismus abzulegen, den inneren Kritiker zu zähmen.

Du findest im Malen immer mehr dich selbst und nimmst dich wichtig genug, um gut für dich zu sorgen.

Du hörst auf deine innere Stimme und weißt, was sich für dich gut anfühlt und stimmig – und was nicht.

Was du im Malen lernst – das überträgt sich immer mehr auf andere Lebensbereiche.

Wenn es dir gelingt, im Malen nicht mehr so akkurat und perfektionistisch zu sein, wird dir das auch im Leben immer mehr gelingen. Auch das habe ich in diesem Jahr wieder besonders erfahren. Das Malen, das Kreativsein hat mir so viele neue Türen geöffnet, die über die Jahre noch verschlossen waren. Ich bin mutiger geworden und zugleich gelassener, vertraue mir heute mehr denn je und folge voller Vertrauen meiner Intuition, die mich in allen Lebensbereichen leitet.

Ich habe in diesem Jahr ein großes kreatives Projekt gestartet (dazu bald mehr!!), das mich mehr Mut und Selbstvertrauen gekostet hat als alle Projekte zuvor. Ohne das vorher im Malen ausgiebig geübt zu haben, hätte ich das sicher nicht so geschafft.

Auch du wirst sehen – je mehr du in deiner Kreativität dich selbst findest, umso mehr verändert sich auch dein ganzes Leben hin zu dir selbst!

7. Kreativität ist nicht von Geld abhängig

Im Gegenteil! Ich glaube sogar, dass viele Menschen erst recht kreativ sind, wenn sie mit weniger auskommen müssen. Sie finden dann nämlich viele kreative Wege, um ihr Leben zu meistern!

Unabhängig davon habe ich in diesem Jahr viele Kreative erlebt, die mit wenig Material Unglaubliches erschaffen haben.

Malen geht auch mit Kaffee, Tee oder Roter Beete-Soße, Pinsel, Spachtel, Kreiden, Farben lassen sich mit etwas Geschick selbst aus Naturmaterialien herstellen.

Kreativ werden kannst du auch mit einem einzigen Pinsel, einem Wasserfarbkasten und Papier – du brauchst nicht das Beste vom Besten, um deine Kreativität fließen zu lassen.

Starte, wenn du nicht so viel investieren möchtest zu Beginn, erst mal mit dem, was du schon da hast – und erweitere deine Materialsammlung nach und nach um einzelne Stücke! Kreativität ist nicht von Geld abhängig, sondern einzig von deiner Offenheit dafür, aus dem, was du zur Hand hast, etwas ganz Eigenes zu erschaffen, das DIR entspricht.

8. Kreativität schafft Verbindungen

Kreativität schafft Verbindungen – zwischen Menschen, aber auch zwischen Menschen und der Natur, ihrer Umgebung, den Tieren, Pflanzen, den kleinen und großen Wundern unserer Erde.

Schon auf der Suche nach Inspiration nehmen wir unsere Welt viel achtsamer wahr und entdecken Licht, Stimmung, Farbe, Lebendigkeit um uns herum mit viel höhere Intensität.

Wir können gemeinsam mit anderen kreativ werden – mit unserem Partner, unseren Freundinnen, den Kindern malen. Das verbindet und schafft echte Qualitätszeit.

Wir können jemanden mit unseren Bildern beglücken und damit Freude in die Welt tragen.

Wir können auch ganz bewusst uns ein Thema suchen, das uns beschäftigt, und das kreativ verarbeiten. Daraus sind schon große Projekte entstanden, die die Welt bewegen und wieder ein Stück weit zum Guten verändern!

Wenn du kreativ bist, dann bist du das zwar in erster Linie für dich – doch du wirst auf die eine oder anderen Weise immer auch dein licht in die Welt bringen und andere Menschen inspirieren oder erfreuen!

 

Ich wünsche dir, dass auch du all diese Dinge in deinem kreativen Tun entdecken und erfahren kannst!

Hab einen wunderschönen Jahresausklang und starte gesund, fröhlich und voller Freude am Kreativsein in ein neues Jahr 2018!

Alles Liebe für dich,

Deine

Clarissa

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4 Replies to “Meine 8 besten kreativen Learnings aus 2017”

  1. Liebe Clarissa, wundervoll dein Artikel über die Kreativität!! Und soo inspirierend!
    Danke, danke, danke!
    Und für 2018 wünsche ich dir, dass dich deine Kreativität dorthin führt, was du dir jetzt noch gar nicht vorstellen kannst, alles ist möglich!
    KIKI

    1. Vielen lieben Dank, liebe Kiki! <3 Das wünsche ich dir auch von Herzen!! JA, alles ist möglich! Wir müssen es uns nur erlauben und mutig unseren Weg gehen! 🙂

  2. Hallo , liebe Clarissa!
    So wahr was du über die Kreativität schreibst und man könnte glauben, dass die Dinge ganz einfach zu verwirklichen sind. Leider sagt mir mein Gefühl etwas ganz anderes :))).
    Aber versuchen werde ich es.
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein gutes, sorgenfreies, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Ich finde dich toll, du strahlst so viel Positivität aus. Bleib so wie du bist 🙂
    Ganz herzliche Grüße aus Finnland.
    Iris

    1. Hallo liebe Iris! Vielen lieben Dank für deine Nachricht! Wie schön, von dir zu lesen! 🙂 Oh ja und ich weiß, wie hart unser innerer Kritiker mit uns sein kann…immer wieder dagegen halten, mutig weiter kreativ sein und den inneren Kritiker nur staunend aus der Ecke zusehen lassen 😉 Ich bin sicher, es wird dir mehr und mehr leichter fallen!! Auch dir wünsche ich ein wunderbares, gesundes und freudvolles neues Jahr, hab es gut und ich freue mich, wenn wir in Kontakt bleiben! Alles Liebe in den hohen Norden! Clarissa

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